Landingpage erstellen: 8 Tipps für maximale Conversion
31. März 2026 · 10 Min. Lesezeit
Eine Landingpage ist nicht einfach eine weitere Unterseite Ihrer Website — sie ist ein gezielt gestaltetes Werkzeug, um Besucher in Kunden zu verwandeln. Während eine normale Webseite informieren, unterhalten oder navigieren soll, verfolgt eine Landingpage genau ein Ziel: eine Conversion. Das kann eine Kontaktaufnahme sein, eine Newsletter-Anmeldung, ein Download oder ein Kauf. Für Schweizer KMU ist eine gut gemachte Landingpage oft der entscheidende Unterschied zwischen einer Website, die Geld kostet, und einer, die Geld verdient.
In diesem Artikel zeigen wir Ihnen acht bewährte Strategien, mit denen Sie Landingpages erstellen, die tatsächlich konvertieren. Jeder Tipp basiert auf realen Daten und jahrelanger Erfahrung mit Schweizer Unternehmen aus verschiedensten Branchen — von der Zahnarztpraxis in Zürich bis zum Handwerksbetrieb im Thurgau.
1. Was ist eine Landingpage — und warum brauchen Sie eine?
Eine Landingpage (deutsch: Zielseite) ist eine eigenständige Webseite, die speziell für eine Marketing- oder Werbekampagne erstellt wird. Der Besucher «landet» auf dieser Seite, nachdem er auf einen Link in einer E-Mail, einer Google-Anzeige, einem Social-Media-Post oder einer anderen Quelle geklickt hat. Im Gegensatz zu einer normalen Website-Unterseite hat eine Landingpage keine ablenkende Navigation — der gesamte Fokus liegt auf einer einzigen Handlung.
Für Schweizer KMU lohnen sich Landingpages in verschiedenen Szenarien besonders: Wenn Sie Google Ads schalten und Klicks in Anfragen verwandeln wollen, wenn Sie ein neues Produkt oder eine Dienstleistung bewerben, wenn Sie Leads für Ihr Vertriebsteam generieren möchten oder wenn Sie eine saisonale Aktion bewerben. Die durchschnittliche Conversion-Rate einer guten Landingpage liegt bei 5 bis 15 Prozent — deutlich höher als die 1 bis 3 Prozent einer normalen Website. Das bedeutet: Von 100 Besuchern füllen 5 bis 15 tatsächlich Ihr Formular aus oder rufen Sie an.
Der Unterschied zur Homepage ist fundamental. Ihre Homepage ist wie das Schaufenster eines Kaufhauses — sie zeigt alles und führt in verschiedene Abteilungen. Eine Landingpage ist wie ein Verkäufer, der Sie am Eingang abholt und direkt zum richtigen Produkt führt. Beide haben ihre Berechtigung, aber für gezielte Kampagnen ist die Landingpage eindeutig überlegen.
2. Der perfekte Aufbau einer Landingpage
Eine erfolgreiche Landingpage folgt einer bewährten Struktur, die den Besucher Schritt für Schritt zur gewünschten Handlung führt. Ganz oben steht der Hero-Bereich mit einer starken Headline, einer kurzen Beschreibung des Angebots und einem primären Call-to-Action. Dieser Bereich muss ohne Scrollen sichtbar sein — das nennt man «above the fold». In der Schweiz haben Studien gezeigt, dass Besucher innerhalb von drei Sekunden entscheiden, ob sie auf einer Seite bleiben oder sie verlassen.
Direkt unter dem Hero folgt der Nutzen-Bereich: Drei bis fünf klare Vorteile Ihres Angebots, idealerweise mit Icons oder kleinen Grafiken. Dann kommen Vertrauenselemente wie Kundenbewertungen, Logos bekannter Kunden oder Zertifizierungen. Danach eine detailliertere Beschreibung Ihres Angebots, eventuell mit Preisen oder Paketen. Und schliesslich ein zweiter Call-to-Action-Bereich am Ende der Seite, für die Besucher, die erst nach dem Lesen aller Informationen bereit sind, zu handeln.
Wichtig ist die visuelle Hierarchie: Die wichtigsten Elemente müssen sofort ins Auge springen. Verwenden Sie ausreichend Weissraum, klare Kontraste und eine logische Leseführung von oben nach unten. Vermeiden Sie Ablenkungen wie Seitennavigation, Footer-Links zu anderen Seiten oder Social-Media-Buttons, die den Besucher von Ihrer Seite wegführen könnten. Jedes Element auf der Landingpage muss dem einen Ziel dienen: der Conversion.
3. Headlines, die sofort fesseln
Ihre Headline ist das wichtigste Element der gesamten Landingpage. Acht von zehn Besuchern lesen die Headline — aber nur zwei von zehn lesen den Rest. Wenn Ihre Headline nicht sofort überzeugt, haben Sie den Besucher verloren, bevor er überhaupt zum Angebot kommt. Eine gute Landingpage-Headline enthält drei Elemente: den konkreten Nutzen für den Besucher, eine Andeutung, wie dieser Nutzen erreicht wird, und idealerweise ein Zeitversprechen oder eine Zahl.
Schlechtes Beispiel: «Willkommen bei unserem Unternehmen». Gutes Beispiel: «In 48 Stunden zu Ihrer massgeschneiderten Website — ohne Anzahlung». Der Unterschied ist offensichtlich: Die zweite Headline kommuniziert einen klaren Nutzen (massgeschneiderte Website), ein Zeitversprechen (48 Stunden) und ein Vertrauenssignal (ohne Anzahlung). Für Schweizer KMU empfehlen wir, die Headline in Schweizer Hochdeutsch zu formulieren — nicht zu salopp, aber auch nicht steif. Ihre Kunden wollen sich ernst genommen fühlen, nicht belehrt.
Nutzen Sie die Sub-Headline, um die Hauptaussage zu ergänzen. Wenn die Headline den Nutzen kommuniziert, kann die Sub-Headline den Weg dorthin beschreiben: «Wir designen, entwickeln und lancieren Ihre neue Website — Sie lehnen sich zurück.» Testen Sie verschiedene Headline-Varianten. Schon kleine Änderungen wie das Ersetzen von «wir» durch «Sie» oder das Hinzufügen einer konkreten Zahl können die Conversion-Rate um 20 bis 30 Prozent steigern.
4. Call-to-Action richtig gestalten
Der Call-to-Action (CTA) ist der Button oder Link, der den Besucher zur gewünschten Handlung auffordert. Klingt einfach, wird aber erstaunlich oft falsch gemacht. Der grösste Fehler: generische Texte wie «Absenden», «Mehr erfahren» oder «Klicken Sie hier». Diese Texte sagen dem Besucher nicht, was passiert, wenn er klickt, und erzeugen keine Dringlichkeit oder Motivation.
Effektive CTA-Texte beschreiben das Ergebnis der Handlung aus der Perspektive des Besuchers. Statt «Formular absenden» schreiben Sie «Kostenloses Angebot erhalten». Statt «Mehr erfahren» schreiben Sie «Meine Website-Analyse starten». Statt «Kontakt» schreiben Sie «Jetzt unverbindlich beraten lassen». Der CTA-Button sollte visuell hervorstechen — mit einer Kontrastfarbe, ausreichender Grösse und genügend Platz drumherum. In der Schweiz konvertieren Buttons in Grün, Blau oder Orange tendenziell besser als solche in Rot, da Rot hierzulande eher mit Warnung oder Stopp assoziiert wird.
Platzieren Sie Ihren primären CTA mindestens zweimal auf der Seite: einmal «above the fold» im Hero-Bereich und einmal am Ende der Seite. Bei längeren Landingpages empfehlen wir einen dritten CTA in der Mitte. Achten Sie darauf, dass jeder CTA identisch ist — gleicher Text, gleiche Farbe, gleiches Ziel. Unterschiedliche CTAs verwirren den Besucher und senken die Conversion-Rate deutlich.
5. Social Proof: Vertrauen aufbauen
Schweizer Konsumenten sind besonders kritisch und recherchieren gründlich, bevor sie eine Kaufentscheidung treffen oder einen Dienstleister beauftragen. Social Proof — also der Beweis, dass andere Menschen Ihnen vertrauen — ist deshalb für Landingpages im Schweizer Markt unverzichtbar. Die wirksamsten Formen von Social Proof sind Kundenbewertungen mit vollem Namen und Foto, Fallstudien mit messbaren Ergebnissen, Logos bekannter Kunden oder Partner und Zertifizierungen oder Auszeichnungen.
Besonders effektiv sind Testimonials, die ein konkretes Problem beschreiben und zeigen, wie Ihr Angebot es gelöst hat. «Esweb hat unsere neue Website in nur drei Wochen umgesetzt — seitdem haben sich unsere Online-Anfragen verdreifacht» ist tausendfach wirksamer als «Super Service, kann ich nur empfehlen». Wenn möglich, fügen Sie Zahlen hinzu: prozentuale Verbesserungen, Zeitersparnisse, Umsatzsteigerungen. Zahlen sind konkret, überprüfbar und überzeugend.
Für Schweizer KMU empfehlen wir ausserdem, Google-Bewertungen prominent auf der Landingpage einzubinden. Eine Anzeige wie «4.9 von 5 Sternen bei 47 Google-Bewertungen» ist ein starkes Vertrauenssignal. Auch die Anzahl bisheriger Kunden oder abgeschlossener Projekte wirkt überzeugend: «Über 150 Schweizer KMU vertrauen uns» oder «300+ erfolgreiche Website-Projekte». Achten Sie darauf, dass alle Angaben der Wahrheit entsprechen — in der Schweiz ist irreführende Werbung nicht nur unethisch, sondern auch rechtlich problematisch.
6. Mobile Optimierung ist Pflicht
In der Schweiz nutzen über 75 Prozent der Internetnutzer regelmässig ein Smartphone zum Surfen. Wenn Ihre Landingpage auf dem Handy nicht einwandfrei funktioniert, verlieren Sie drei Viertel Ihrer potenziellen Kunden. Mobile Optimierung bedeutet aber nicht einfach, dass die Desktop-Version auf einem kleinen Bildschirm zusammengestaucht wird. Es bedeutet, dass das gesamte Erlebnis für den mobilen Nutzer optimiert ist.
Auf einem Smartphone müssen Buttons gross genug sein, um sie mit dem Daumen zu treffen — mindestens 44 mal 44 Pixel. Formulare sollten so kurz wie möglich sein: Auf dem Handy füllt niemand gerne zehn Felder aus. Fragen Sie nur das Nötigste — Name, E-Mail und eine kurze Nachricht reichen für den ersten Kontakt. Telefonnummern sollten klickbar sein, damit der Besucher Sie mit einem Tipp anrufen kann. Bilder müssen in der richtigen Grösse geladen werden — ein 5-MB-Foto vom Fotografen dauert auf dem Mobilnetz ewig.
Testen Sie Ihre Landingpage auf echten Geräten, nicht nur im Browser-Simulator. Nutzen Sie Ihr eigenes Smartphone, leihen Sie sich ein älteres Modell und testen Sie auch auf verschiedenen Bildschirmgrössen. Was auf einem iPhone 15 Pro perfekt aussieht, kann auf einem drei Jahre alten Samsung ganz anders wirken. Wenn Sie professionelles Webdesign beauftragen, achten Sie darauf, dass mobile Optimierung explizit im Angebot enthalten ist und nicht als optionaler Aufpreis behandelt wird.
7. A/B-Testing: Datengetrieben optimieren
Die beste Landingpage ist nie die erste Version — sie ist das Ergebnis systematischer Tests und Optimierungen. A/B-Testing bedeutet, dass Sie zwei Varianten Ihrer Landingpage gleichzeitig laufen lassen und messen, welche besser konvertiert. Die Hälfte der Besucher sieht Version A, die andere Hälfte Version B. Nach ausreichend Daten (mindestens 100 Conversions pro Variante) wissen Sie, welche Version gewinnt.
Was sollten Sie testen? Am meisten Einfluss haben Headlines, CTA-Texte, CTA-Farben, die Reihenfolge der Abschnitte und die Formular-Länge. Ein Beispiel aus unserer Praxis: Ein Schweizer Finanzberater testete zwei Headlines — «Steuerberatung Zürich: Professionell und persönlich» gegen «Sparen Sie bis zu CHF 3000 bei Ihrer nächsten Steuererklärung». Die zweite Variante erzielte 67 Prozent mehr Anfragen. Der Grund: Die zweite Headline kommuniziert einen konkreten, bezifferbaren Nutzen statt einer generischen Eigenschaft.
Für Schweizer KMU mit begrenztem Budget empfehlen wir, mit einfachen A/B-Tests zu beginnen. Tools wie Google Optimize sind kostenlos und einfach einzurichten. Testen Sie immer nur ein Element gleichzeitig, damit Sie genau wissen, was die Verbesserung verursacht hat. Und geben Sie jedem Test genügend Zeit — mindestens zwei Wochen, um saisonale Schwankungen und Wochentag-Effekte auszugleichen. Geduld zahlt sich hier buchstäblich aus: Schon eine Verbesserung der Conversion-Rate von 3 auf 5 Prozent bedeutet bei gleichem Traffic 67 Prozent mehr Anfragen.
8. Schweizer Besonderheiten berücksichtigen
Der Schweizer Markt hat Eigenheiten, die bei der Gestaltung von Landingpages berücksichtigt werden müssen. Schweizer Kunden legen grossen Wert auf Qualität, Zuverlässigkeit und Schweizer Herkunft. Wenn Sie ein Schweizer Unternehmen sind, kommunizieren Sie das deutlich — ein dezentes Schweizerkreuz, der Hinweis «Schweizer Unternehmen» oder die Angabe Ihres Standorts können die Conversion-Rate messbar steigern.
Preise sollten in der Schweiz immer in CHF angegeben werden und transparent sein. Versteckte Kosten sind ein absolutes No-Go — sie zerstören das Vertrauen sofort und nachhaltig. Wenn Sie Pakete oder Preismodelle anbieten, zeigen Sie klar, was enthalten ist und was nicht. Die Schweizer Mentalität bevorzugt Klarheit und Ehrlichkeit gegenüber Marketing-Tricks. Ein transparentes «Ab CHF 2500 für eine professionelle KMU-Website» konvertiert besser als ein verschleiertes «Schon ab CHF 49 pro Monat» — auch wenn die monatliche Rate mathematisch günstiger erscheint.
Beachten Sie auch die Sprachregion: Wenn Sie eine Landingpage für die Deutschschweiz erstellen, verwenden Sie Schweizer Hochdeutsch — also «ss» statt «ß», Begriffe wie «Natel» statt «Handy» (je nach Zielgruppe) und Formulierungen, die natürlich klingen. Vermeiden Sie bundesdeutschen Jargon, der in der Schweiz fremd wirkt. Für einen Handwerker in Winterthur klingt «Rufen Sie uns an» authentischer als «Nehmen Sie jetzt Kontakt auf».
Datenschutz ist in der Schweiz ein sensibles Thema, besonders seit dem revidierten Datenschutzgesetz (revDSG) vom September 2023. Ihre Landingpage muss eine Datenschutzerklärung verlinken, und Formulare sollten einen kurzen Hinweis enthalten, wie die eingegebenen Daten verwendet werden. Ein einfaches «Ihre Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben» kann die Formular-Completion-Rate um bis zu 20 Prozent steigern.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Eine erfolgreiche Landingpage für den Schweizer Markt verbindet universelle Conversion-Prinzipien mit lokaler Sensibilität. Sie spricht die Sprache Ihrer Zielgruppe, baut systematisch Vertrauen auf und führt den Besucher klar und ablenkungsfrei zur gewünschten Handlung. Mit den acht Tipps in diesem Artikel haben Sie eine solide Grundlage, um Landingpages zu erstellen, die nicht nur gut aussehen, sondern auch messbar Ergebnisse liefern.
Wenn Sie Unterstützung bei der Erstellung Ihrer Landingpage benötigen, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Als Schweizer Webagentur kennen wir den lokalen Markt und wissen, was funktioniert — und was nicht.
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