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Die besten Website-Baukästen 2026 im Vergleich — Wix, Squarespace, Jimdo & Co.

31. März 2026 · 13 Min. Lesezeit

Website-Baukästen versprechen, dass jeder eine professionelle Website erstellen kann — ohne Programmierkenntnisse, in wenigen Stunden und für wenig Geld. Das Angebot ist riesig: Wix, Squarespace, Jimdo, Webflow, WordPress.com und viele weitere Plattformen buhlen um Ihre Aufmerksamkeit. Doch welcher Baukasten eignet sich für welchen Zweck? Und wo liegen die Grenzen, die in der Werbung gerne verschwiegen werden? In diesem umfassenden Vergleich bewerten wir die populärsten Baukästen aus Schweizer Perspektive — ehrlich, ungeschönt und praxisnah.

Wix: Der Alleskönner mit Einschränkungen

Wix ist mit über 200 Millionen Nutzern weltweit einer der bekanntesten Website-Baukästen. Die Plattform bietet einen intuitiven Drag-and-Drop-Editor, über 800 Designvorlagen und eine breite Palette an Zusatzfunktionen — von Online-Shops über Buchungssysteme bis hin zu Mitgliederbereichen. Für Einsteiger ist Wix dank der einfachen Bedienung ein guter Startpunkt.

Die Preise beginnen in der Schweiz bei etwa CHF 12 pro Monat für das Light-Paket, wobei die meisten Nutzer das Business-Paket für rund CHF 22 pro Monat benötigen, um auf Werbung zu verzichten und eine eigene Domain zu nutzen. Für Online-Shops mit Zahlungsabwicklung liegt der Preis bei CHF 30 bis 45 pro Monat.

Die Schwächen von Wix zeigen sich vor allem in der Performance. Der generierte Code ist oft aufgebläht, was zu längeren Ladezeiten führt — ein Nachteil für SEO und Benutzererfahrung. Auch der Wechsel zu einer anderen Plattform ist praktisch unmöglich: Wix-Websites lassen sich nicht exportieren. Sie sind an die Plattform gebunden, solange Ihre Website existiert. Zudem hostet Wix Ihre Daten auf Servern ausserhalb der Schweiz, was für datenschutzsensible Branchen problematisch sein kann.

Squarespace: Design-Champion mit Schweizer Hürden

Squarespace ist der Favorit für designbewusste Nutzer. Die Templates sind ästhetisch ansprechend, modern und besonders gut für visuelle Branchen wie Fotografie, Architektur, Mode oder Gastronomie geeignet. Die Bedienung ist etwas weniger flexibel als bei Wix — dafür sehen die Ergebnisse konsistenter und professioneller aus, weil Squarespace weniger Spielraum für Gestaltungsfehler lässt.

Preislich liegt Squarespace bei CHF 14 bis 50 pro Monat, je nach gewähltem Plan. Der E-Commerce-Plan mit vollwertiger Shop-Funktionalität kostet rund CHF 40 monatlich. Squarespace punktet mit eleganten Animationen, einem starken Blog-System und integrierten Analyse-Tools.

Für Schweizer Nutzer gibt es allerdings einige Einschränkungen: Die gesamte Plattform ist nur auf Englisch verfügbar, der Support ist englischsprachig, und die Zahlungsabwicklung für Online-Shops ist in der Schweiz eingeschränkt. Stripe ist verfügbar, aber Schweizer Zahlungsmethoden wie TWINT werden nicht nativ unterstützt. Wer eine deutschsprachige Benutzeroberfläche und lokalen Support erwartet, wird enttäuscht sein.

Jimdo: Die Schweizer Alternative aus dem DACH-Raum

Jimdo stammt aus Hamburg und ist im deutschsprachigen Raum besonders beliebt. Die Plattform bietet zwei verschiedene Editoren: den KI-gestützten «Jimdo Dolphin», der eine Website anhand Ihrer Antworten auf einige Fragen automatisch generiert, und den «Jimdo Creator» für mehr manuelle Kontrolle. Für Schweizer Nutzer hat Jimdo den Vorteil, dass die gesamte Plattform auf Deutsch verfügbar ist und der Support deutschsprachig agiert.

Die Preise sind mit CHF 9 bis 39 pro Monat moderat. Jimdo eignet sich gut für einfache Unternehmenswebsites, Portfolios und kleinere Online-Shops. Die Designmöglichkeiten sind allerdings deutlich begrenzter als bei Wix oder Squarespace. Die Templates wirken oft etwas weniger modern, und die Anpassungsmöglichkeiten sind eingeschränkt.

Jimdo überzeugt mit einfacher Bedienung und guter DSGVO-Konformität, stösst aber bei komplexeren Anforderungen schnell an seine Grenzen. Für einen einfachen Webauftritt mit Kontaktformular und ein paar Unterseiten ist Jimdo eine solide Wahl. Wer mehr will — etwa individuelle Animationen, einen umfangreichen Blog oder spezielle Funktionen — sollte sich nach Alternativen umsehen.

Webflow: Profi-Werkzeug mit Lernkurve

Webflow nimmt eine Sonderstellung ein: Es richtet sich nicht an absolute Anfänger, sondern an Nutzer mit Design-Affinität und gewissem technischen Verständnis. Die Plattform bietet eine visuelle Entwicklungsumgebung, die sich anfühlt wie ein Hybrid aus Baukasten und Code-Editor. Das Ergebnis: deutlich saubererer Code, bessere Performance und mehr Gestaltungsfreiheit als bei den Konkurrenten.

Preislich liegt Webflow bei USD 14 bis 39 pro Monat für einfache Websites und USD 29 bis 212 pro Monat für E-Commerce. Das CMS-System ist leistungsfähig, und die generierten Websites erreichen in der Regel bessere Lighthouse-Scores als Wix- oder Squarespace-Seiten.

Der Nachteil: Die Lernkurve ist steil. Webflow verlangt ein Grundverständnis von HTML, CSS und responsivem Design. Ohne dieses Wissen werden Sie Stunden oder sogar Tage brauchen, um sich einzuarbeiten. Für technikaffine Unternehmer, die ihre Website langfristig selbst pflegen möchten, ist Webflow ein starkes Werkzeug. Für alle anderen ist es möglicherweise zu komplex.

WordPress.com vs. WordPress.org: Ein wichtiger Unterschied

Wenn von WordPress die Rede ist, muss man klar unterscheiden: WordPress.com ist ein Baukasten ähnlich wie Wix — mit eingeschränkten Funktionen, aber einfacher Bedienung. WordPress.org hingegen ist ein Open-Source-System, das Sie auf einem eigenen Server installieren und frei anpassen können. Für professionelle Websites ist WordPress.org der Standard, aber es erfordert technisches Wissen oder einen Entwickler.

WordPress.com bietet Pläne von CHF 4 bis 45 pro Monat. Die günstigeren Pläne sind stark eingeschränkt — keine eigene Domain, Werbebanner von WordPress und minimale Anpassungsmöglichkeiten. Erst ab dem Business-Plan (ca. CHF 33 pro Monat) können Sie Plugins installieren und das Design umfangreicher anpassen. An diesem Punkt stellt sich die Frage, ob nicht gleich eine professionelle Lösung sinnvoller wäre.

Für den Schweizer Markt ist WordPress.org mit professionellem Hosting und individueller Gestaltung nach wie vor eine der besten Optionen — allerdings in der Kategorie «professionelle Website», nicht «Baukasten». Wenn Sie eine WordPress-Website vom Profi erstellen lassen möchten, informieren Sie sich auf unserer Seite Website erstellen lassen.

Schweizer Besonderheiten: Datenschutz, Hosting und Zahlungsmittel

Für Schweizer Unternehmen gibt es beim Thema Website-Baukästen einige besondere Aspekte zu beachten. Seit der Einführung des revidierten Datenschutzgesetzes (revDSG) im September 2023 gelten strengere Regeln für den Umgang mit Personendaten. Viele Baukästen hosten Ihre Daten in den USA oder in der EU — das ist grundsätzlich möglich, erfordert aber entsprechende Datenschutzhinweise und unter Umständen zusätzliche vertragliche Vereinbarungen.

Beim Thema Zahlungsmittel stossen internationale Baukästen in der Schweiz regelmässig an Grenzen. TWINT, die beliebteste mobile Zahlungsmethode der Schweiz, wird von den wenigsten Baukästen nativ unterstützt. Auch PostFinance und andere typisch schweizerische Zahlungsmethoden fehlen oft. Wer einen Online-Shop betreiben möchte, sollte dieses Thema vorab genau prüfen.

Ein weiterer Punkt ist die Mehrsprachigkeit. Die Schweiz hat vier Landessprachen, und viele Unternehmen benötigen Websites in mindestens zwei Sprachen. Nicht alle Baukästen unterstützen echte Mehrsprachigkeit — oft werden nur automatische Übersetzungen angeboten, die qualitativ nicht überzeugen. Eine professionell umgesetzte mehrsprachige Website erfordert in der Regel massgeschneiderte Lösungen.

Die versteckten Kosten von Baukästen

Die Werbung von Baukästen betont die niedrigen Einstiegspreise, verschweigt aber die vielen Zusatzkosten, die im Alltag anfallen. Hier eine realistische Aufstellung der typischen Zusatzkosten, die auf Baukasten-Nutzer zukommen: Premium-Templates kosten einmalig CHF 50 bis 200. Für E-Mail-Hosting zahlen Sie CHF 5 bis 15 pro Monat extra, wenn der Baukasten es nicht inkludiert. Zusatz-Apps und Plugins kosten oft CHF 5 bis 30 pro Monat — pro App. Stock-Fotos belaufen sich auf CHF 5 bis 25 pro Bild. Und der Zeitaufwand für Selbstverwaltung, Troubleshooting und Updates frisst wertvolle Stunden Ihres Arbeitsalltags.

Dazu kommt das sogenannte «Vendor Lock-in»: Wenn Sie nach ein paar Jahren feststellen, dass Ihr Baukasten Ihre Anforderungen nicht mehr erfüllt, können Sie Ihre Website in der Regel nicht einfach umziehen. Sie müssen von Grund auf neu beginnen — und damit sind alle bisherigen Investitionen verloren. Bei einer professionellen Website auf Basis von Open-Source-Technologien haben Sie dieses Problem nicht.

Für wen eignet sich welcher Baukasten?

Nach unserem ausführlichen Vergleich empfehlen wir folgende Zuordnung: Wix eignet sich am besten für Einzelunternehmer, die eine vielseitige Website mit vielen Funktionen wollen und bereit sind, sich einzuarbeiten. Squarespace ist ideal für kreative Berufe, die Wert auf ästhetisches Design legen und mit einer englischsprachigen Plattform zurechtkommen. Jimdo passt zu Schweizer und deutschen Nutzern, die eine einfache, deutschsprachige Lösung ohne viel Schnickschnack suchen. Webflow richtet sich an technikaffine Nutzer, die bereit sind, Zeit in die Einarbeitung zu investieren, und dafür maximale Gestaltungsfreiheit erwarten.

Für alle, die ihre Website als echtes Geschäftswerkzeug nutzen möchten — mit optimaler Performance, SEO, Conversion-Optimierung und individuellem Design — empfehlen wir eine professionell erstellte Website. Nicht weil Baukästen schlecht sind, sondern weil professionelle Websites in den entscheidenden Bereichen messbar bessere Ergebnisse liefern.

Fazit: Baukasten als Startpunkt, Profi als Ziel

Website-Baukästen haben ihre Berechtigung — als einfacher, günstiger Einstieg in die Online-Welt. Für Vereine, Hobby-Projekte und Startups ohne Budget sind sie eine solide Lösung. Sobald Ihre Website jedoch geschäftskritisch wird und Ihnen aktiv Kunden bringen soll, stossen Baukästen an ihre Grenzen.

Die Kombination aus langsamerer Performance, begrenzter SEO-Optimierung, fehlendem Schweizer Kontext bei Zahlungsmitteln und Datenschutz sowie dem Risiko des Vendor Lock-in macht Baukästen für ambitionierte Schweizer KMU langfristig zur teureren und weniger effektiven Lösung. Eine professionelle Website ist eine Investition, die sich durch bessere Sichtbarkeit, höhere Conversion-Raten und einen vertrauenswürdigen Webauftritt amortisiert.

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